Donnerstag, 8. Dezember 2011

Impuls zum 08.Dezember 2011

Impuls vom 08.12.2011

Matthäus 3, 1-3

2. Advent 2008.jpg
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat:

Eine Stimme ruft in der Wüste:
Bereitet dem Herrn den Weg!
Ebnet ihm die Straße!



Eine Stimme ruft! Noch eine Stimme! Auf eine mehr oder weniger kommt es nicht an. So viele Stimmen, die Tag für Tag auf mich einprasseln. Das Stimmengewirr umhüllt mich, wie ein undurchsichtiger Vorhang. Die einzelne Stimme dringt kaum mehr zu mir durch.

Doch was ist das für eine Stimme, die sich hier Gehör verschaffen will, die sich Bahn brechen will zwischen all den grellen und lauten Stimmen? Eine Stimme, die "wegbereitend" sein will. "Kehrt um!" Das kann heißen: Wende dich ab von den vielen Stimmen, die sich außerhalb von dir bewegen, die dich ablenken und zerstreuen, die dir sagen wer du bist und was du zu sein hast. Kehr um zu dir selbst, zu dem Ort, an dem Du wirklich du selbst bist.

Ein beängstigender Ruf?! Womit muss ich rechnen, wenn ich mich mir selbst zuwende? Es kann sein, dass ich in mir die Wüste vorfinde, einen leeren Raum. Das Gefühl der Einsamkeit. Abgeschieden - auf mich selbst zurückgeworfen. Kaum auszuhalten. Eine Leere, die aber darauf wartet, gefüllt zu werden. Sie kann er-füllt werden vom ungefilterten Dialog. Die Stimme spricht! Die Stimme, die in eine unmittelbare Beziehung zu mir treten will. Die Stimme, die sich auf das Wesentliche konzentriert.

Das ist wohl das nahe gekommene Himmelreich: Mich von Gottes menschgewordener Stimme berühren zu lassen. Mich erfüllen zu lassen, vom Klang seiner Stimme, in deren Akustik ich werden kann, was ich bin. Wenn es mir gelingt, dieser Stimme "den Weg zu bereiten", ihr "die Straße zu ebnen", dann bin ich angelangt, in meinem innersten Raum. In dem Raum, in dem sich das lebendigste aller Gespräche ereignet - mit mir - mit meinem Mitmenschen - mit Gott.

"Kehrt um!" zu diesem Gespräch. Der Anfang von Seiner Seite ist gemacht!

Quelle: Advent - Online  Verena Bader

Sonntag, 20. November 2011

Sonntags-Evangelium -Christ-Königsfest - 20.11.11


Evangelium nach Matthäus 25,31-46.

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.



Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel 



Kommentar zum heutigen Evangelium 

Hl. Hilarius (um 315 - 367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer 
Die heilige Dreifaltigkeit 11, 38-39 

«Nehmt das  Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist»

Wenn der heilige Paulus sagt: „Christus wird das Reich seinem Vater unterwerfen“ (1 Kor 15,28), so meint er damit nicht, dass er, wenn er dem Vater sein Reich unterwirft, auf seine Macht verzichten würde; sondern dass wir das Reich Gottes sein werden, wenn wir der Herrlichkeit seines Leibes gleichförmig gemacht sind... Uns wird er Gott übergeben, nachdem wir durch die Verherrlichung seines Leibes als „Reich Gottes“ eingesetzt worden sind. Nach den Worten der Schrift wird er uns als Reich dem Vater übergeben: „Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, nehmt das Reich in Besitz, das seit Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist“.

„Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten“ (Mt 13,43). Denn der Sohn wird Gott diejenigen als sein Reich übergeben, die er in sein Reich geladen hat; diejenigen, denen er die diesem Geheimnis eigene Seligkeit mit den Worten verheißen hat: „Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8)... Christus übergibt Gott sein Reich, und diejenigen, die er als sein Reich Gott übergibt, schauen Gott. Der Herr selber hat seinen Aposteln verkündet, worin sein Reich besteht: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

Und wenn jemand wissen will, wer dieser ist, der das Reich übergibt, so höre er: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten“ (1 Kor 15,20-21). Bei all dem geht es um das Geheimnis des Leibes; denn Christus ist als Erster der Entschlafenen von den Toten auferweckt worden... Damit also die von Christus angenommene menschliche Natur voranschreiten kann, wird „Gott über alles und in allem herrschen“ (1 Kor 15,28).  


Sonntag, 13. November 2011

Sonntags-Evangelium nach Matthäus 25,14-30 13.11.2011


Evangelium nach Matthäus 25,14-30.


Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

                                       Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel 


               Kommentar zum heutigen Evangelium  

Sel. Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe 
Prayer : Seeking the Heart of God, with Brother Roger 
«Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen; komm, nimm teil an der Freude deines Herrn»

„Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht“ (Ps 16,8). Denn wenn es etwas gibt, was Jesus von mir verlangt, dann ist es, dass ich mich auf ihn verlasse, mich ihm allein anvertraue, mich ihm ohne Vorbehalt hingebe... Wir sollen nicht versuchen, Gottes Handeln zu kontrollieren. Wir sollen die Etappen der Reise nicht zählen, die er uns unternehmen lassen will. Selbst wenn ich mich fühle wie ein Boot, das wegdriftet, soll ich mich ganz ihm überlassen.

Wenn dir das schwierig erscheint, dann denke daran, dass wir nicht dazu berufen sind, Erfolg zu haben, sondern treu zu sein. Treue ist wichtig, auch in kleinen Dingen, nicht um der Dinge selbst willen – das lasse die Sorge Engstirniger sein – sondern um des Großen willen: des Willens Gottes. Der hl. Augustinus hat gesagt: „Die kleinen Dinge bleiben klein, aber in den kleinen Dingen treu zu sein, ist etwas Großes. Ist nicht unser Herr der selbe, egal ob ein Geringer zu ihm kommt oder ein Großer? (vgl. Mt 25,40)  

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Dienstag, 11. Oktober 2011

Liebe Johanna!

Liebe Joe,

ich möchte Dich nur wissen lassen, dass Du Dich mit Deinen evtl. Fragen
momentan an mich wenden musst, Liliane wird leider die nächsten Tage nicht
am PC sein können. (leider......ihr geht es garnicht gut)

Vorab einen kurzen Hinweis:

Wenn Du Deine Inbox aufrufst, wirst Du links oben auf gelben Hintergrund
lesen können:
"You have 2 invitations"- dort klicke bitte drauf, dann wirst Du sehen: "confirm"
auf grünem Hintergrund. Liliane und ich haben Dich jeweils zu unseren Kontakten
eingeladen.

Klicke also "confirm" an - bei Liliane und bei mir,
danach haben wir uns automatisch in unseren Kontakten - auf Deiner
Seite, sowie jeweils auf unser beider Seiten zu sehen. (die Accountbildchen) -
Liliane mit einem Foto von ihr und mein Account hat nur die Schrift "Heidi"
auf braunem Hintergrund.

Falls Du noch Fragen haben solltest, rufe bitte bei Liliane an und lasse Dir
meine Rufnummer geben. Heinz, ihr Mann, wird dieselbe Dir gern geben.

Ansonsten kannst Du hier unter meiner Nachrich immer unter

"Ad a Comment"

Dich an mich wenden.

Ich freue mich wirklich riesig, dass Du wieder bei uns bist
und heiße dich nochmals herzlich Willkommen in unserer
kleinen Familie.

Herzliche Grüße
Deine Heidi

Sonntag, 9. Oktober 2011

Sonntagsevangelium nach Matthäus- u. Kommentar

Evangelium nach Matthäus 22,1-14.


Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.
Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
wieder andere fielen über seine Diener her, mißhandelten sie und brachten sie um.
Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert (eingeladen zu werden).
Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann nichts zu sagen.
Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel 



Kommentar zum heutigen Evangelium 

Hl. Gregor der Große (um 540 – 604), Papst und Kirchenlehrer 
Homilien zum Evangelium, Nr.38 

„Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist“ (Offb 19,9)

     Habt ihr begriffen, wer dieser König ist, der Vater des Sohnes, der selber König ist? Von ihm sagt der Psalmist: „Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten“ (72,1)... „Er bereitete die Hochzeit seines Sohnes vor.“ Der Vater feierte die Hochzeit seines königlichen Sohnes, als er ihn im Mysterium der Inkarnation mit der Kirche vereinte. Und der Schoß der Jungfrau Maria war das Hochzeitsgemach dieses Bräutigams. Deshalb heißt es in einem anderen Psalm: „Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut. Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Bräutigam“ (Ps 18, 5-6)...

     Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Er schickte sie ein erstes Mal und ein zweites Mal: zuerst die Propheten, dann die Apostel, um die Menschwerdung des Herrn bekannt zu machen. Durch die Propheten kündigte er die Menschwerdung seines Sohnes als zukünftiges Ereignis an, durch die Apostel verkündete er die Menschwerdung als bereits vollzogen...

     „Sie aber kümmerten sich nicht um die Einladung, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,“ Auf sein Feld gehen, das bedeutet, sich ganz seinen irdischen Aufgaben widmen; in seinen Laden gehen bedeutet, bei allem Tun gierig auf Gewinn aus zu sein. Keiner von beiden denkt daran, dass Gott Mensch geworden ist, und dass er sein Leben nach diesem Geheimnis ausrichten sollte... Was noch gravierender ist: einigen genügt es nicht, den Gunsterweis dessen in den Wind zu schlagen, der sie gerufen hat; sie stellen ihm auch noch nach... Der Herr aber wird bei der Hochzeitsfeier seines königlichen Sohnes die Plätze nicht unbesetzt lassen. Er schickt nach anderen Gästen aus; denn viele kennen zwar das Wort Gottes immer noch nicht, doch eines Tages wird es Aufnahme finden...

     Ihr aber, Brüder, die ihr durch die Gnade Gottes bereits den Festsaal – also die heilige Kirche -  betreten habt: prüft euch gewissenhaft, damit der König bei seinem Eintreffen am Kleid eurer Seele nicht etwas auszusetzen hat.