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Samstag, 5. Dezember 2009
einen gesegneten 2. Advent - wünscht Euch Eure Heidi!
Sonntag, 29. November 2009
Von der Rückkehr Christi
Sonntags-Evangelium-u. Kommentar 1.Advent 29.11.09
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in acht, daß Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und daß jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, (so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.
„Seht, der Bräutigam kommt!“ (Mt 25,6). Christus, unser Bräutigam, spricht diese Worte. Im Lateinischen steht das Wort „venit“ für zwei Zeiten des Verbs: Für die Vergangenheit und die Gegenwart, was hingegen auch nicht die Zukunft ausschließen will. Deshalb werden wir bei unserem Bräutigam Jesus Christus drei Arten der Ankunft betrachten.
Bei der ersten Ankunft wurde er Mensch um des Menschen willen, aus Liebe. Die zweite Ankunft findet täglich statt, oft und bei vielen Gelegenheiten, in jedem Herzen, das liebt. Sie wird begleitet von neuen Gnaden und neuen Gnadengeschenken, wie es ein jeder fassen kann. Als dritte Ankunft spricht man von derjenigen am Tage des Gerichts oder zur Stunde des Todes...
Der Beweggrund, warum Gott die Engel und die Menschen erschaffen hat, ist seine unermessliche Güte und seine Hoheit, da er sie erschaffen wollte, damit die Seligkeit und der Reichtum, der er selbst ist, den mit Verstand begabten Geschöpfen offenbart würde und damit sie es auskosten können und sich an ihm erfreuen können in Ewigkeit.
Der Beweggrund, warum Gott Mensch wurde, ist seine unerreichbare Liebe und die Not der Menschen. Denn sie waren verwundet durch den Sündenfall und unfähig, sich selbst zu heilen. Doch der Beweggrund, warum Christus alle seine Werke getan hat auf Erden, und nicht nur aufgrund seiner Göttlichkeit, sondern auch als Mensch, ist ein vierfacher: Und zwar seine göttliche Liebe, die maßlos ist; die geschaffene Liebe oder auch „caritas“, die er in seiner Seele trug dank der Vereinigung mit dem ewigen Wort und dank des vollkommenen Geschenkes, das ihm sein Vater gemacht hatte; die große Not, in der sich die menschliche Natur befand; schließlich die Ehre seines Vaters. Das also sind die Motive der Ankunft Christi, unseres Bräutigams, und aller seiner Werke.
Samstag, 28. November 2009
Der Advent ist da ...
Das sprechendste Symbol der Adventszeit ist das Licht,
das im Finstern scheint.
Das Licht der Kerzen auf dem Adventskranz: es ist ein lebendiges, warmes Licht, kein kaltes Neonlicht.
Langsam zunehmend von der ersten bis zur vierten Woche des Advents scheint der Adventskranz immer heller, bis sein Licht schließlich einmündet in das Lichtermeer des Christbaumes. Auch die Roratemessen im Advent haben ihren ganz eigenen Zauber. Die Kirche am frühen Morgen oder am Abend ganz dunkel, nur erleuchtet vom Schein der Kerzen, die vor jedem brennen – das lässt niemanden unberührt. Da versteht jeder mit dem Herzen unmittelbar, um was es geht: Die Welt ist dunkel und kalt, aber es ist uns ein Licht geschenkt, das uns erleuchtet und wärmt.
„Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“, so werden wir es im Evangelium an Weihnachten hören – es ist der Anfang des Johannesevangeliums (Joh 1,9). „Das wahre Licht“, heißt es. Denn es gibt auch viel trügerisches Licht, Irrlichter, die uns verwirren, auf falsche Wege locken, Blendwerk und falschen Feuerzauber. Und es gibt das kalte, gnadenlose Licht der technisierten Computerwelt, in der die Seele des Menschen verkümmert.
Das „wahre Licht“ ist der, der von sich sagt: „ Ich bin das Licht der Welt, wer zu mir kommt, wird nicht im Finstern tappen, sondern das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,2). Wir brauchen das Licht des Lebens. Wir brauchen den, der unsere Finsternis erleuchtet. Denn die Welt ist finster. Trotz allem Neonlicht und aller Leuchtreklame. Das sehen wir doch jeden Abend in den Nachrichten – oder lesen es in der Zeitung. Wie viel Leid, wie viel Böses, wie viele Tragödien. - Und die Menschheit, die technisch hoch entwickelte, globalisierte Welt steht ohnmächtig davor. Es ist eben heute wie zu allen Zeiten: der Mensch kann aus eigener Kraft der Dunkelheit nicht Herr werden.
Übrigens: auch nicht der Dunkelheit im eigenen Herzen. Wir alle, jeder einzelne von uns ganz persönlich ist angewiesen auf das Licht Christi. Denn wie steht es mit uns? Ist es in mir nur hell und klar und freundlich; oder lasten nicht viele schwarze Wolken über meinem Seelenleben: Ängste und Sorgen, die mich gefangen halten. - Und all das Negative in uns: Ärger, Verbitterung, Zorn, Antipathien, das verfinstert unser Gemüt - und auch unsere Miene…
In der Bergpredigt sagt Jesus: „Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein“ (Mt 6,22). Was der Mensch im Auge hat, das prägt ihn. Wenn wir das Licht im Auge haben, wenn wir zum Licht schauen, wird es hell in uns. Wenn wir uns wegdrehen vom Licht, in uns verschließen, dann wird es langsam aber sicher immer finsterer werden.
Darum: „Richtet euch auf und erhebt euer Haupt!“ (Lk 21,28) Das ist die Botschaft des Advents. - Richte dich auf, Mensch, aus deiner Verkrümmung in dich selbst, aus all den Geschäften und Sorgen des Alltags. Schau auf zum Herrn, deinem Gott, stell dich ganz in sein Licht, und nimm das Licht des Lebens in vollen Zügen auf. Damit es endlich wieder hell und warm wird in dir – in deinem Seelenleben und im Miteinander mit den Anderen. Damit du wieder etwas ausstrahlst, damit du selbst deinen Mitmenschen Licht auf dem Weg bist.
Dazu, liebe Gemeinde, wollen wir die vor uns liegenden Wochen des Advents nutzen. Sie sind in jedem Jahr eine besondere Chance, innehalten und uns neu auszurichten auf das Licht. Begehen wir die Adventszeit bewusst, daheim in der Familie und hier in der Kirche. Eines muss uns klar sein: Die Welt erlaubt uns keinen sinnvollen Advent. Die Welt will, dass der Rubel rollt und wir alle brave Konsumenten sind. Und dazu sollen wir mit unsäglichem Weihnachtskitsch weichgekocht werden… Wer dem etwas entgegenhalten will, wer einen alternativen Advent sucht, der muss sich an die Kirche halten, der muss die Liturgie des Advents mitfeiern an den Sonntagen und auch einmal am Werktag. Dann gewinnt der Advent wieder etwas von seiner eigentlichen Gestalt und seinem Sinn zurück. Und das färbt dann auch aufs Alltagsleben ab. Wir werden sensibler für das, was gut tut und das, was stört. Und dann werden ein paar Minuten, die ich in die stille Flamme der Kerze schaue, wichtiger sein als vieles andere, was mich ruft.
Amen.
Pfr. Dr.Johannes Hold
ADVENT
Am Adventkranz entzünden wir die erste Kerze, somit wird die Finsternis der letzten Tage des Novembers unterbrochen - es wird heller.
Jesus möchte, dass es auch in diesem Advent in unseren Herzen und um uns herum heller, freundlicher und friedlicher wird.
Möge diese Adventzeit für uns und für viele Menschen auf dieser Welt eine gute Vorbereitung auf das nahende Weihnachtsfest sein.
Eine gute Adventzeit wünscht
Helga