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Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtsgeschichte vom unglücklichen Engel



WEIHNACHTSGESCHICHTE VOM UNGLÜCKLICHEN ENGEL





Es war einmal ein Engel, der hatte schon so vielen Menschen geholfen, aber selber war er manchmal sehr unglücklich. Er fühlte sich so klein und wertlos und dachte viel darüber nach, was ihn wertvoller machen könnte. Die Menschen sagten ihm: "Kauf dir etwas Schönes, dann fühlst du dich besser." Und so kaufte sich der Engel zunächst ein neues strahlend weisses Engelsgewand.
Erst fühlte sich der Engel damit ganz toll und alle anderen Engel bewunderten ihn.  Nach einiger Zeit fand er sein neues Gewand aber nicht mehr interessant genug und so kaufte er sich ein golden glitzernden Sternenstab. Den streute er auf sein Gewand und seine Flügel. Alle anderen Engel waren geblendet von seiner Schönheit.
Doch schon weniger später fand der Engel sich wieder langweilig. Er dachte darüber nach was ihn noch schöner machen könnte und so kaufte er sich von seinem ganzen restlichen Geld eine grosse und weisse Wolke, die so weich war wie Samt. Ein Sonnenstrahl fiel auf die Wolke, so dass sie hell leuchtete. Der Engel war begeistert, legte sich auf die Wolke und liess sich treiben.

Es dauerte nich lange, da hatte der Engel wieder dieses schreckliche Gefühl so wertlos zu sein, trotz allem was er besass und der Bewunderung aller andern Engel. Da musste er ganz furchtbar weinen, weil er nicht mehr wusste, was er tun könnte. Er dachte sich: "Ich steh nie mehr auf! Es hilft alles nicht. Soll die Welt nur ohne ihn auskommen. Das hat sie nun davon, dass sie mir nichts bieten kann, an dem ich länger Freude habe!"

Am ersten Tag war der Engel so traurig und wütend, dass er sich von allen anderen Engeln zurück zog und nicht mehr mit ihnen reden wollte.

Am zweiten Tag schaute der Engel in die endlos blaue Weite des Himmels und fühlte sich leer und tot.

Am dritten Tag fühlte er einen Sonnenstrahl auf seinem Gesicht. Da dachte er einen Moment: " Wie warm sich der Sonnenstrahl anfühlt!" Aber dann fragte er sich gleich: "Was soll ich mit einem Sonnenstrahl? Er wird mir auch nicht weiter helfen."

Am vierten Tag kam der Sonnenstrahl wieder. Der Engel dachte sich: "Eigentlich ist der Sonnenstrahl das Beste, was ich im Moment habe, auch wenn er mir nicht helfen kann, so kann ich mich doch ein bisschen an ihm wärmen."

Am fünften Tag dachte der Engel gleich am Morgen an den Sonnenstrahl und stellte sich vor, wie schön es wäre, wenn er wieder kommen würde. Dabei wurde es ihm warm ums Herz und er spürte, wie sich alles anders anfühlte bei dem Gedanken an den Sonnenstrahl

Als der Sonnenstrahl dann wirklich kam, war der Engel so aufgeregt, dass er gar nicht wusste, ob er sich erst seine Füsse oder seine Hände oder seinen Kopf wärmen lassen sollte.

Von da an war jeder Tag nur noch auf den Sonnenstrahl ausgerichtet. Der Engel dachte schon am morgen daran, wie der Sonnenstrahl ihn bald wieder wärmen würde. Er liess sich immer tiefer in die Vorstellung der Wärme fallen und merkte, wie sich seine Lustlosigkeit in Erwartung verwandelte und wie seine Traurigkeit und seine Angst an ihm vorüberzogen, ihn aber nicht mehr so tief erreichten wie früher.
Er fing an wieder auf seiner Wolke hin und her zu gehen und dachte, wie schön es doch war, sich an etwas so freuen zu können. Der Sonnenstrahl durchströmte mehr und mehr seinen ganzen Körper. Die Energie des Lichts verteilte sich in ihm und der Engel bekam wieder neue Kräfte. Er schwang seine Flügel und flog zu den anderen Engeln, um ihnen von dem Sonnenstrahl zu erzählen. Auf dem Weg dorthin trafen ihn unzählige Sonnenstrahlen und er wunderte sich, dass er sie früher nie so wahr genommen hatte.
Der blaue Himmel war nicht mehr leer wie früher, sondern ein Meer des Lichts. Auf einmal fühlte sich der Engel wie im Himmel und nichts konnte ihm mehr die Hoffnung nehmen, wusste er doch um die Kraft der inneren Wärme, die es vermochte alles wundersam zu verwandeln.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern/Innen dieser Geschichte ein lichtvolles Weihnachtsfest

und viele, viele wärmende Sonnenstrahlen im Neuen Jahr!



Samstag, 2. Oktober 2010

2. Oktober Engelverehrung - Predigt und Aufklärung

 
 
 
 
 




Predigt über die Engel

Von vier Seiten nähern wir uns  der geistigen Realität, auf die die Rede von den Engeln zielt.

° Aus der Erfahrung des Widergöttlichen, das sich auch als das Widermenschlic
he erweist und im Modus des Mangels uns hinführt zu der Begegnung mit Gott in Christus, der die Macht des Bösen bricht.
°Aus der vielleicht überraschenden Perspektive unserer kollektiven Identität als Volk Gottes und den Völkern, wobei gefragt wird nach der geistigen Dimension unseres leiblich-ethnischen Volk-Seins. 
° Aus der dem gegenüber ganz individuellen Erfahrung des Behütet-Seins durch Gottes geistige Schöpfung, die in unsere Biographie hinein reicht, den Schutzengel.
° Und schließlich  von Seiten des Wortes Gottes, seiner Botsch
aft, die uns als Menschen durch Boten erreicht, unsere Freiheit und Antwort herausfordert, damit Gottes Geist in uns Frucht bringen kann für alle Menschen.


1. Cast Away - Gegenwart des Anderen


Was bleibt uns eigentlich, wenn all das wegfällt, mit dem wir das Netz um uns herum gesponnen haben?
Es kostet einige Anstrengung, sich eine solche Situation auszumalen. Wir müssten uns wie einen Robinson Crusoe denken, auf eine einsame Insel verschlagen, nur ohne Freitag, der unser Diener ist. Auf einer Insel ohne Strom und ohne fließend Wasser, ohne Telefon, ohne Terminkalender und vor allem: ohne Uhr, die uns sagt, wann der nächste wichtige Termin ist oder auch nur die nächste wichtige Sendung im Fernsehen kommt.
Robinson, der Mann ohne Termin-kalender, Handy und Uhr. Auf den ersten Blick, seufzend im Stress, mag das für viele paradiesisch klingen. Aber selbst wenn es uns auf eine tropische Palmeninsel verschlagen würde - einsam gingen wir schnell zugrunde.
Es ist schwer zu sagen, was das Wichtigste ist, das uns dabei fehlt. Robinson hatte ganze Kisten voll Sachen, die mit ihm an Land gespült wurden. Wahrscheinlich ist das Set an Dingen, die jeder einzelne von uns braucht, sehr verschieden. Ich habe aber eine Vermutung. Diejenigen, die in unserer realen Welt erfolgreich sind, die als selbständig gelten und ganz oben sind, die sich in das globalisierte und vernetzte Denken perfekt eingefügt haben und es sich zu Nutze machen, diejenigen werden es sein, die vor allem andere Menschen brauchen werden.
Die Selbständigkeit, mit der viele sich und andere beeindrucken und blenden, basiert auf dem Bienenschwarm an Aktivitäten, mit denen man immer wieder bestätigt wird. Über solch einen Menschen bricht die Stille wie ein Verderben herein. Er wird auf einmal entdecken, wie wenig er gelernt hat, zum Dasein eine Beziehung aufzubauen.
Es wird ihm in seiner Einsamkeit nicht einmal gelingen ein paar Funken wärmenden Feuers aus dem Holz zu schlagen. Er wird dasitzen und das Holz drehen und reiben und scheuern - ohne dass daraus ein wärmendes Licht wird. In der griechischen Mythologie war es der Halbgott Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte. In diesem heidnischen Mythos steckt die Wahrheit, dass der Mensch über sich selbst hinaus steigen muss, um Feuer schlagen zu können. Er braucht gleichsam das Gespräch mit der Gottheit um die Wärme zu schaffen, die in der Einsamkeit überleben lässt - die Einsamkeit vielleicht überwindet.
Statistisch gesehen können wir davon ausgehen, dass keiner von uns einsam auf einer Insel strandet. Vielleicht erscheint Ihnen das ganz abstrakt, da Sie immer von Menschen umgeben sind. Vielleicht ist das aber auch gar kein Widerspruch. Man kann inmitten von vielen Menschen verdammt einsam sein. Dessen wird man wohl erst gewahr, wenn der Lärm abebbt oder in Momenten der Krise, in denen sich keine Musik, kein Alkohol, kein Erlebnis finden lässt, um sich über die Realität zu täuschen.
Wohl dem Mensch, der dann gelernt hat, mit seinem Schutzengel zu sprechen.

2. Jakobs Leiter - Fremdheit des Eigenen

Im 28. Kapitel des Buches Genesis wird von Jakob erzählt, dem Mann der den Namen Israel ("Gott möge sich als stark erweisen") erhielt. Jakob hatte sich den Segen seines Vaters erschlichen und damit seinen älteren Bruder Esau übervorteilt. Die Bibel erzählt diesen Bruderbetrug nüchtern, ohne ihn zu bewerten. Der Heiligen Schrift kommt es auf etwas anderes an. Sie spricht von den Engeln Gottes.
Das Wort Schutzengel ist viel jünger. Der biblische Bericht eröffnet uns aber einen ersten Zugang. Jakob ist auf der Flucht, er ist in die Wüste gerannt und ohne Ausweg. Der Weg zurück ist ihm - aus eigener Schuld - versperrt. Der Schatten seines Bruders haftet ihm auf den Fersen. Erschöpft legt er sich zum Schlafen auf den blanken Boden und schiebt sich einen Stein als Stütze unter den Kopf.
Da hat Jakob einen Traum: "Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, der Herr stand oben und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks" (Gen 28,12f) Diese Treppe, als Jakobs Leiter bekannt, verbindet Erde und Himmel. Die Engel haben keine Flügel. Sie steigen auf dieser Treppe auf und nieder. Engel mühen sich, Himmel und Erde zu verbinden.
Wenn Jakob mit seinen Augen dem Weg der Engel nach oben folgt, sieht er Gott, den Herrn. Er sieht Gott, der einen Namen hat und sich als der Gott offenbart, der Jakobs Vorfahren Isaak und Abraham zur Seite stand. Wenn man dem Weg der Engel auf der Treppe nach unten folgt, sieht man Jakob da liegen, erschöpft von der Flucht und den Kopf auf einem harten Stein.
Flucht ist ein häufiges biblisches Motiv. Denn Flucht ist etwas, das Menschen gerne machen: Flucht vor der Vergangenheit, Flucht vor der Verantwortung, Flucht vor dem eigenen Schatten, so wie Jakob vor dem Schatten seines Bruders Esau flieht. Flucht bedeutet die Unfähigkeit, sich seiner eigenen Vergangenheit und seinem eigenen Schatten zu stellen. Diese Schatten machen Angst. Es gelingt nicht, die Schattenseite in das eigene Leben zu integrieren.
Genau in diesem Augenblick hat Jakob die Erfahrung der Engel. Das ist kein Zufall. Der listige Jakob ist mit seinem Hebräisch am Ende. Das weiß er. Er ist an die Grenze seiner Möglichkeit gestoßen.
Das aber sagt uns die Bibel immer und immer wieder: Wo der Mensch sich an der Grenze seiner Möglichkeiten stößt, dort hat er auch die Chance, über sich selbst hinaus zu wachsen. Dort begegnet ihm Gott. Ob das ein Weg nach Innen ist oder ein Weg nach Außen kommt auf das selbe hinaus. Die Grenze läuft immer sowohl außen wie innen. Genauso führt uns Gott über die Grenze hinaus: tiefer in unser Inneres und weit über unseren Horizont hinaus.
Diese Erfahrung macht Jakob, indem er Engel sieht. Die Engel öffnen ihm den Blick für die Wirklichkeit Gottes und führen ihn damit aus der Krise heraus. Die Engel sind keine Wundertäter. Sie lassen keinen Blitz auf den Verfolger Esau nieder gehen und verscheuchen damit den Schatten der Vergangenheit. Sie steigen für Jakob auf der Treppe zum Himmel und bringen die Wirklichkeit Gottes für ihn herab - und damit helfen sie ihm, aus seiner Situation heraus zu steigen, über sich selbst hinaus zu steigen, seine Vergangenheit anzunehmen und zu leben.
Die Bibel kennt viele dieser Engel-Begegnungen. Selten haben die Engel Namen. Wer sie sind, drückt sich in dem aus, was sie sind: Boten. Boten in Situationen hinein, die sich jeder Wirklichkeit verschlossen haben, die ihnen Perspektive bieten könnte. Die Engel gehören zu einer anderen Welt und sie sind Boten aus einer Wirklichkeit, die von der unseren so verschieden ist, dass jede Vorstellung davon notwendig falsch ist. Die Engel sind Boten der Wirklichkeit Gottes.

3. Gott und die Kinder - Behütende Engel

Jesus selbst spricht von den Schutzengeln dort, wo er von denen spricht, die in ihrem Glauben auf dem Weg sind. Er warnt die Weltgewandten davor "einen von diesen Kleinen, die an mich glauben", zum Bösen zu verführen. Er warnt davor, weil, wer das tut, sich selbst zugleich die Lebensquelle zuschüttet.
Das Zitat ist aus der Rede Jesu an die Jüngerschaft, an die christliche Gemeinde. Es ist eine Predigt, die vor dem Hochmut der Gläubigen warnt. Die Warnung schließt Jesus mit dem Satz: "Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters" (Mt 18,10).
Jeder Mensch hat einen Engel, der uns von Gott her zugeteilt ist. Wir kennen seinen Namen nicht, aber dieser Engel kennt den unseren. Die Engel sind - wie wir und alles, was wir sehen und wahrnehmen können - Geschöpfe Gottes. Im großen Glaubensbekenntnis sprechen wir davon, dass Gott der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Welt ist. Die Engel machen uns erfahrbar, dass diese Welten zusammen gehören. Sie sind aufeinander bezogen. Durch die Engel wird die Grenze zwischen diesen Welten Beziehung. "Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters." Durch die Engel wird deutlich, dass Gott zu uns in Beziehung tritt. Die Schutzengel lassen uns Gottes behütende Gegenwart erfahren. Durch sie ist jemand gegenwärtig, der zu uns gehört und schon jetzt im Himmel Gottes Angesicht schaut.
Es ist überraschend, dass in unserer sonst so selbstbewusst abgeklärten Gesellschaft die Engel ihren Platz behaupten können. Beileibe nicht nur als Kitsch in der Weihnachtsdekoration, nein, als geistige Wirklichkeit haben die Engel heute für eine wachsende Zahl von Menschen Bedeutung. Derzeit sind es gut ein Drittel der Deutschen, die von sich sagen, dass sie an Engel glauben. Interessant daran ist, dass es zunächst Kinder sind, die in sehr verschiedenen Bildern und offensichtlich aus sehr verschiedenen Quellen einen sehr ähnlichen Glauben an Schutzengel haben. In welcher Gestalt dieser Engel auch erscheinen mag, Kinder glauben daran, dass jemand sie behütet. Jemand, nicht etwas!, denn sie sprechen mit diesem Engel.
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nimmt der Glaube an die Schutzengel ab, allerdings bei Weitem nicht so drastisch wie man annehmen möchte. Schutzengel sind nicht eines der vielen Kindermärchen, wie der Weihnachtsmann oder der Storch. Die Engel bleiben Begleiter auch für Menschen, die sonst von sich sagen an nichts Überirdisches zu glauben. Ja, man kann feststellen, dass mit der Zunahme an Lebenserfahrung der Glaube an einen Engel, der mich behütet, wieder deutlich zunimmt.
Fragt man die Menschen nach der Ursache, verweisen sie auf Erfahrung. Sie erzählen aus ihrem Leben. Sie berichten über Situationen der Geborgenheit und der Rettung. Vor allem die unerwartete Rettung und Bewahrung in der Gefahr ist für viele Anlass, darauf zu zeigen und zu sagen: Das war nicht "Zufall" oder "Glück", sondern ich habe einen Schutzengel gehabt. Ich bin mir sicher, dass es in der Regel nicht so ist, dass Menschen angesichts einer Rettungssituation analytisch zu dem ganz neuen Schluss kommen: Hier war ein Schutzengel am Werk. Vielmehr ermöglicht eine solche Erfahrung es uns, auf etwas hinzuweisen, was als Wirklichkeitsbezug tief in unserer Seele gegenwärtig ist.
Letztlich hängt die Erfahrung des Schutzengels mit unserer Situation als Mensch grundlegend zusammen. Mit der Geburt werden wir in eine Welt gesetzt, in der wir zwar Bezugspersonen haben, im glücklichen Fall sogar liebende Eltern. Aber selbst die Mutter ist für das geborene Leben nicht mehr so gegenwärtig wie für das ungeborene. Das Kind muss lernen, die unvermittelte Geborgenheit neu zu entdecken, auch wenn die Mutter sich abwendet, auch wenn das Kind sich allein und verlassen findet. Gute Eltern helfen ihrem Kind bei der Gewissheit, dass es eine grundlegende Geborgenheit im Dasein gibt, die auch dann noch trägt, "wenn Vater und Mutter uns verlassen" (Ps 27,10).
Dies - nebenbei bemerkt - ist für Eltern gar nicht einfach. Denn zunächst einmal müssen sie selbst jenes Vertrauen in das Dasein haben, das es ihnen ermöglicht, dieser großen Geborgenheit ihr Kind anzuvertrauen. Nicht wenige Eltern zerbrechen daran, dass sie immer und überall ihr Kind beschützen müssen - und sie verwehren dem Kind auf lange Zeit die ureigene Erfahrung, dass es einen Schutzengel gibt.
Ist also der Schutzengel nur eine Form eine psychische Notwendigkeit auszudrücken. Manche mögen es so sehen. Die meisten Menschen, die von ihrem Schutzengel sprechen, meinen aber nicht irgendeinen psychischen Mechanismus sondern Erfahrung. Eine Erfahrung allerdings, die nicht sinnlich und empirisch ist, die keine Naturwissenschaft erreicht - die aber gerade darum wichtiger ist als alle bloßen Fakten.
Trotzdem, das allein würde mir nicht reichen. Menschen glauben an den absurdesten Stuss eher als an das Evangelium Christi. Machen Sie einen Rundgang durch die Esoterik-Abteilung und Sie finden genügend Anschauungsmaterial. Wenn Schutzengel nicht mehr sind, als solche beliebigen Verdinglichungen von Erfahrung, wäre der Glaube an sie mehr Schaden denn Nutzen.
Aber schon allein das biblische Zeugnis und die ganze Tradition der Kirche verweisen uns auf unsere Engel. Auch wenn es nicht zum Kernbestand des Glaubens gehört: weder aus dem Selbstverständnis der Bibel noch aus dem der Kirche sind die Engel fortzudenken. Am 2. Oktober feiert die Kirche gar in einer eigenen Liturgie die Schutzengel und bittet Gott darum, dass er uns Engel senden möge, die uns behüten auf unseren Wegen.
Der Name dieser Wesen zeigt uns, was sie sind: Boten. Engel vermitteln uns etwas mit dem was sie sind. Sie sind Ausdruck der personalen Gegenwart Gottes. Deswegen allein habe ich jetzt schon mehrfach den Ausdruck gebraucht: "an Engel glauben". Denn an Gott glauben heißt nicht, für wahr halten, dass es das Absolute jenseits der erfahrbaren Welt gibt, jenes Andere, das wir implizit wahrnehmen. An Gott glauben heißt: Ich vertraue darauf, dass Gottes Handeln und Gottes Gegenwart mich tragen kann. Diesem Glauben begegnen wir in der Bibel, einem Glauben, der aufbaut auf der Erfahrung von Menschen und der Selbstoffenbarung Gottes.
Es ist immer die Erfahrung dieses Gottes, die Menschen machen, wenn ihnen Engel begegnen. In dieser Weise gehören die Engel - obwohl selbst Geschöpfe - in die Welt Gottes, die die Bibel den Himmel nennt. Die Gestalt, in der Engel erscheinen, wächst und ändert sich mit unserer Welt und unserer Wahrnehmung. Die Wirklichkeit, die darin zum Ausdruck kommt, bleibt und verweist auf den Ursprung von allem, Gott.
Darin liegt ein Maßstab. Gerade weil die Engelerfahrung ebenso intensiv wie unsicher ist, sollten wir uns selbst und anderen gegenüber kritisch sein: das heißt, unterscheiden zwischen Wunschtraum und Wirklichkeit.

4. Schutzengel - das Heilige bewahren

Bei so mancher Bezugnahme auf die Engel scheint mir sehr viel Ich-Zentriertheit im Spiel zu sein. Es gibt die spirituelle Variante, die sich unter Berufung auf Engel ihren eigenen Himmel nach eigenen Wünschen und Vorstellungen baut. Davon lebt die Esoterik. Es gibt aber auch die materielle Variante, wo die Schutzengel zum Ersatz für eigene Verantwortung herhalten müssen.
Schutzengel sind keine geeignete Kompensation für verantwortungsloses Fahrverhalten. Dennoch scheinen, halb im Spaß, halb im Ernst, viele davon auszugehen, dass die Schutzengel dafür zuständig sind, dass ich rechtzeitig bremse, bevor mein Auto gegen den Baum knallt. Wenn das dazu führt, dass derselbe weiterhin rücksichtslos fährt, mag ich nicht glauben, dass da irgend ein Engel Gottes im Spiel war.
Was also tun die Schutzengel? Worin besteht der Schutz? Die Erwähnung der "Engel dieser Kleinen" aus dem Matthäusevangelium gibt dazu die Antwort. Von ihnen sagt Jesus, dass sie allzeit das Angesicht Gottes schauen. Jesus wird das nicht exklusiv meinen, so als gälte das nur für die Kinder und Wehrlosen. Wohl aber hat er bei den Wehrlosen Anlass, die Engel zu erwähnen. Denn er sagt dies als Warnung und Mahnung an alle anderen. Es sieht so leicht aus, den Wehrlosen zu schlagen; er wehrt sich ja nicht. Jesus aber erinnert daran, dass jeder Mensch hinaufreicht in die Sphäre des Heiligen, in Gottes Gegenwart. Auch wenn es auf Erden so folgenlos scheint; wer auch nur einen von den Kleinsten verletzt, hat Gott verletzt. Ein solches Bewusstsein schützt ganz unmittelbar! Wohl dem Kind, dass vor den Zumutungen der Erwachsenen Zuflucht zu seinem Schutzengel nimmt. Wohl aber auch allen Kindern, den Wehrlosen und den Schwachen, wenn das Bewusstsein wächst, dass sie nicht ohne Beistand sind und Gott es geradezu persönlich nimmt, wenn man sich an ihnen vergreift.
Sind aber Schutzengel auch für das Vermeiden von Autounfällen zuständig? Wenn ich die Hl. Schrift recht verstehe, ist das sicher nicht der Fall.
Gott sendet uns vielmehr seine Engel, um das Heilige im Menschen zu schützen und zu hüten (Guardini).
Der Schutzengel ist nicht so eine Art unsichtbarer Aufsichtsperson. Wer aber seinem Schutzengel vertraut, der wird weder in guten, noch in schlechten Zeiten am Heiligsten im Menschen rühren. Mit meinem Schutzengel an meiner Seite weiß ich, dass noch in der größten Not und im schlimmsten Unglück das Heilige in mir nicht zerstört werden kann. Wenn die Erfahrung, "wundersam" gerade noch so an einem Unfall vorbei gekommen zu sein, einen Menschen schlagartig öffnet für Gott, dann war es der Schutzengel, der das bewirkt hat. Wenn ein Mensch aber Krankheit und Leid ertragen muss, dann ist es der Schutzengel, der uns die Kraft gibt daran nicht zu verzweifeln.
So ist denn der kritische Maßstab deutlich. Das Wirken der Schutzengel erkennen wir daran, wohin sie uns führen, wenn wir uns diesen Kräften anvertrauen. Führen Sie uns in die Enge oder bestärken sie uns im Egoismus, können es keine Engel Gottes sein. Denn das eine gilt auch für die Schutzengel, was die Überschrift dieser Predigtreihe "Über alle Engel" ist. Die Engel sind Boten und ihr Wesen ist es zu dienen. Wir erkennen sie daran, dass sie uns zu Jesus Christus führen, denn ihn hat Gott gestellt "über alle Engel". Amen.


 
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Donnerstag, 26. März 2009

Engel - Visionen - Hildegard von Bingen


Mutter Erde


Engelchöre 


Vom Aussehen der Cherubim und seiner Bedeutung

Deshalb erscheinen in dem einen Chor Geister voller Augen und Flügel und haben in jedem Auge einen Spiegel, in dem ein Menschenantlitz aufleuchtet, und sie erheben ihre Flügel gleichsam zum Emporschwingen in himmlische Höhen.
Denn die Cherubim bezeichnen die 
Gotteserkenntnis, in der sie die verborgenen himmlischen Geheimnisse wahrnehmen und von Gott wohlgefälligem Verlangen beseelt sind. So sehen sie durch sie in ihrer tiefen Einsicht mit reinem, durchdringendem Blick bereits jene Menschen wunderbar voraus, die den wahren Gott erkennen. Diese richten die Absicht ihres verlangenden Herzens wie Flügel empor, um sich in Güte und Gerechtigkeit zu dem aufzuschwingen, der über allen steht, und mehr das Ewige zu lieben als das Vergängliche zu erstreben. Das zeigen sie auch dadurch, dass sich ihr Verlangen erhebt.

Vom Aussehen der Seraphim und seiner Bedeutung

Im anderen Chor brennen sie wie Feuer und haben viele Flügel, auf denen wie in einem Spiegel alle Ränge der kirchlichen Stände zu erkennen sind.

Es sind die Seraphim. Sie deuten an, dass sie selbst in Gottesliebe glühen und grosses Verlangen nach seiner Anschauung haben, dass aber auch die weltlichen und geistlichen Würdenträger, die Mysterien der Kirche ihr Ansehen verdanken, in grosser Lauterkeit von diesem Verlangen beseelt sind, weil die Geheimnisse Gottes wunderbar an ihnen offenbart werden. So sollen alle, welche die Aufrichtigkeit des reinen Herzens lieben und das himmlische Leben suchen, Gott glühend lieben und ihn mit ganzer Sehnsucht umfangen, damit sie zu den Freuden jener gelangen, die sie so
 getreulich nachahmen. 
Dass du aber nicht mehr von ihrer Gestalt erkennen kannst, bedeutet, dass es viele Geheimnisse in den seligen Geistern gibt, die dem Menschen nicht kundgetan werden sollen, denn solange er der Sterblichkeit unterliegt, wird er die ewigen Dinge nicht vollkommen erkennen können.


Dass alle diese Chöre mit wunderbaren Klängen die Wunder verkünden, die Gott in den Seelen der Seligen wirkt.

All diese Chöre aber verkünden, wie du hörst, mit wunderbaren Stimmen jeder Art von Wohlklang die Wunder, die Gott in den Seelen der Seligen wirkt und sie verherrlichen Gott auf wunderbare Weise.

Denn die seligen Geister verkünden m
it Gottes Kraft in grosser Freude mit unsagbarem Jubelklang im Himmel durch ihre Wundertaten, was Gott in seinen Heiligen tut. Sie verherrlichen Gott auf höchste Weise, wenn sie ihn in den Tiefen der Heiligkeit suchen und in der Freude am Heil frohlocken, wie auch David, mein Knecht, der die himmlischen Geheimnisse schauen durfte, bezeugt und sagt.



Der Psalmist darüber

"Die Stimme des Jubels und des Glücks ertönt in den Zelten der Gerechten" Ps.117,15  Das heisst: Den Klang der Freude und des Glücks darüber, dass das Fleisch überwunden ist und der Geist sich zum unvergänglichen Heil erhebt, vernimmt man in der Wohnung derer, die die Ungerechtigkeit abtun und Gerechtigkeit üben. Sie könnten auf die Einflüsterung des Teufels eingehen und Böses tun, doch auf göttliche Eingebung vollbringen sie das Gute. 
Oft zeigt der Mensch unangebrachtes Frohlocken, wenn er eine Sünde vollbracht hat, nach der es ihn unziemlicherweise gelüstete. Doch es erwächst ihm kein Heil daraus, weil er etwas tat, was dem göttlichen Gebot zuwiderläuft. 
Einen Freudentanz aus Seligkeit über das 
wahre Heil jedoch wird jener aufführen, der das Gute, nach dem er glühend verlangte, eifrig vollbringt und, solange er in diesem Leibe lebt, die Wohnung derer liebt, die den Weg der Wahrheit liefen und den Irrtum der Lüge mieden.


Wer immer Erkenntnis im Heiligen Geist und die Flügel des Glaubens besitzt, übergehe daher meine Mahnungen nicht, sondern sein Herz verkoste sie und nehme sie liebend gern entgegen. Amen.


Dienstag, 24. März 2009

ENGEL - VISIONEN - HILDEGARD VON BINGEN


DIE NEUN ENGELCHÖRE  - TEIL 3






Vom Aussehen der Fürstentümer und seiner Bedeutung

Im dritten Chor erscheinen sie wie weisser Marmor, haben menschliche Häupter, über denen sich brennende Fackeln zeigen, und sind von der Schulter abwärts von einer eisenfarbenen Wolke umgeben. 

Es sind die Fürstentümer und sie stellen dar, dass die, welche in der Welt von Gott zu Fürsten über die Menschen bestellt sind, die echte Stärke der Gerechtigkeit anlegen sollen, damit sie nicht dem Wechsel der Unbeständigkeit verfallen, sondern auf ihr Haupt Christus, den Sohn Gottes, schauen und ihre Regierung nach seinem Willen und dem Bedürfnis der Menschen ausrichten. In glühendem Verlangen nach Wahrheit sollen sie ihre Aufmerksamkeit der über ihnen waltenden Gnade des Heiligen Geistes zuwenden, so dass sie bis zu ihrem Ende fest und beständig in der Stärke der Gerechtigkeit verharren.


Vom Aussehen der Herrschaften und seiner Bedeutung

Im vierten Chor haben sie ein menschliches Antlitz und Menschenfüsse. Auf dem Kopf tragen sie einen Helm und sind mit einem marmorschimmernden Gewand bekleidet.

Es sind die Herrschaften; sie zeigen an, dass Er, der alles beherrscht, die menschliche Vernunft, die vom irdischen Staub beschmutzt darniedergelegen hatte, vom Boden zum Himmel erhob, als er seinen Sohn auf die Erde sandte, der in seiner Aufrichtigkeit den alten Verführer niedertrat; so mögen die Gläubigen ihn, ihr Haupt, getreulich nachahmen, ihre Hoffnung auf das Himmlische setzen und sich in grossem Verlangen nach guten Werken festigen.

Vom Aussehen der Throne und seiner Bedeutung

Im fünften Chor haben sie keine Menschengestalt und leuchten wie Morgenrot. 

Es sind die Throne und sie zeigen an, dass sich die Gottheit zur Menschheit neigte, als sich der Eingeborene Gottes zum Heil der Menschen mit einen menschlichen Leib bekleidete; er kannte keine Berührung mit der menschlichen Sünde, weil er, vom Heiligen Geist empfangen, in der Morgenröte, d.h. in der seligen Jungfrau, Fleisch ohne Befleckung jeglicher Unreinheit annahm. 
Doch du kannst nicht mehr von ihrer Gestalt erkennen, denn es gibt viele verborgene Geheimnisse, die menschliche Begrenztheit nicht mehr zu erfassen vermag. Dass aber auch diese Chöre in Kranzform von zwei weiteren umgeben werden, heisst:  Die Gläubigen, welche im Wissen darum, dass sie durch die fünf Wunden des Gottessohnes erlöst wurden, die fünf Sinne ihres Leibes auf das Himmlische richten, gelangen mit aller Anstrengung und Besinnung zur Gottes- und Nächstenliebe, wenn sie die sinnliche Lust ihres Herzens geringachten und ihre Hoffnung auf das innere Leben richten.


Fortsetzung folgt ...


Sonntag, 22. März 2009

ENGEL - DIE NEUN CHÖRE - VISIONEN VON HILDEGARD VON BINGEN


FORTSETZUNG -2-



Vom Aussehen der Erzengel und seiner Bedeutung

Deshalb haben sie im zweiten Chor gleichfalls Flügel an der Brust und Menschenantlitze, in denen auch das Bild des Menschensohnes wie in einem Spiegel aufleuchtet. Das sind die Erzengel; auch sie achten im Verlangen nach Einsicht nach dem Willen Gottes und offenbaren an sich die Schönheit der Vernunft. Sie verherrlichen das fleischgewordene Wort Gottes auf lauterste Weise; denn in Erkenntnis der geheimen Ratschlüsse Gottes kündigten sie oft die Geheimnisse der Menschwerdung des Gottessohnes mit ihren Zeichen an.

Doch kannst du an keinem der beiden Chöre mehr von ihrer Gestalt erkennen. Denn in den Engeln und Erzengeln sind viele verborgene Geheimnisse, die der menschliche Verstand unter dem Gewicht des sterblichen Leibes nicht begreifen kann. Dass aber diese Chöre fünf weitere wie ein Kranz umgeben, bedeutet: Die fünf Sinne umfassen Leib und Seele des Menschen mit ihrer gewaltigen Stärke. Sie sollen - durch die fünf Wunden meines Sohnes gereinigt - geradewegs zum inneren Sinn der Gebote führen.

Vom Aussehen der Tugendkraft und seiner Bedeutung

Deshalb tragen die Geister im ersten Chor ein Menschenantlitz und funkeln von der Schulter abwärts in hellem Glanz. Es sind die Tugendkräfte, die sich im Herzen der Gläubigen erheben und in glühender Liebe einen hohen Turm - das sind ihre Werke - in ihnen errichten. In ihrer Vernunft spiegeln sie nämlich die Werke der erwählten Menschen und in ihrer Stärke bringen sie im hellen Glanz der Seligkeit diese zu einem guten Ende. 

Besitzen die Erwählten nämlich die Klarheit des inneren Sinnes, werfen sie alle Bosheit ihrer Sünden ab wegen der Erleuchtung, die sie nach meinem Willen durch diese Tugendkräfte empfangen. Tapfer kämpfen sie gegen die teuflischen Nachstellungen. Und die Kämpfe, die sie auf diese Weise gegen die satanische Horde ausfechten, stellen mir, ihrem Schöpfer, unaufhörlich diese Tugendkräfte vor Augen. Denn die Menschen tragen in ihrem Innern Kämpfe zwischen Bekenntnis und Verleugnung aus. Der eine bekennt mich, der andere verleugnet mich. Und es geht in diesem Kampf um die Frage: Gibt es einen Gott oder nicht? Dann ertönt auf diese Frage im Menschen die Antwort des Heiligen Geistes: Es gibt einen Gott, der dich erschaffen hat; aber er hat dich auch erlöst.

Solange jedoch diese Frage und Antwort im Menschen ersteht, wird ihm die Kraft Gottes nicht fehlen, denn die Bussfertigkeit hängt von diesen Fragen und Antworten ab. Wo es aber diese Frage im Menschen nicht gibt, gibt es auch keine Antwort des Heiligen Geistes, weil dieser Mensch die Gabe Gottes verdrängt und sich, ohne nach Busse zu fragen, selbst in den Tod stürzt. Die Tugenden bringen aber diese kämpferischen Auseinandersetzungen Gott dar, denn sie sind in Gottes Augen der Beweis, an dem sich zeigt, mit welcher Absicht Gott verehrt oder verleugnet wird.

Vom aussehen der Mächte und seiner Bedeutung

Im zweiten Chor zeigen sie sich von solcher Herrlichkeit, dass du sie nicht anzuschauen vermagst. Es sind die Mächte; sie deuten an, dass die Ohnmacht sterblicher Sünder die Ruhe und Schönheit der Macht Gottes nicht angreifen noch sich mit ihr messen kann, weil Gottes Macht unvergänglich ist.

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Fortsetzung folgt ...
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