Sonntag, 5. April 2009

Palmsonntag- Evangelium nach Markus

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



Palmsonntag




Evangelium nach Markus 14,1-72.15,1-39.


Es war zwei Tage vor dem Pascha und dem Fest der Ungesäuerten Brote. Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus mit List in ihre Gewalt zu bringen, um ihn zu töten. Sie sagten aber: Ja nicht am Fest, damit es im Volk keinen Aufruhr gibt. Als Jesus in Betanien im Haus Simons des Aussätzigen bei Tisch war, kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll echtem, kostbarem Nardenöl, zerbrach es und goß das Öl über sein Haar. Einige aber wurden unwillig und sagten zueinander: Wozu diese Verschwendung? Man hätte das Öl um mehr als dreihundert Denare verkaufen und das Geld den Armen geben können. Und sie machten der Frau heftige Vorwürfe. Jesus aber sagte: Hört auf! Warum laßt ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr immer bei euch, und ihr könnt ihnen Gutes tun, so oft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht immer. Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat im voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt. Amen, ich sage euch: ?berall auf der Welt, wo das Evangelium verkündet wird, wird man sich an sie erinnern und erzählen, was sie getan hat. Judas Iskariot, einer der Zwölf, ging zu den Hohenpriestern. Er wollte Jesus an sie ausliefern. Als sie das hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld dafür zu geben. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, ihn auszuliefern. Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister läßt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoß zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel ißt. Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet alle (an mir) Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen. Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen. Da sagte Petrus zu ihm: Auch wenn alle (an dir) Anstoß nehmen - ich nicht! Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Noch heute nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus aber beteuerte: Und wenn ich mit dir sterben müßte - ich werde dich nie verleugnen. Das gleiche sagten auch alle anderen. Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch und wartet hier, während ich bete. Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst, und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, daß die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst (soll geschehen). Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten. Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten. Und er kam zum drittenmal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert. Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da. Noch während er redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden. Der Verräter hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es. Nehmt ihn fest, führt ihn ab, und laßt ihn nicht entkommen. Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und sagte: Rabbi! Und er küßte ihn. Da ergriffen sie ihn und nahmen ihn fest. Einer von denen, die dabeistanden, zog das Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht verhaftet; aber (das ist geschehen), damit die Schrift in Erfüllung geht. Da verließen ihn alle und flohen. Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinenen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachgehen. Da packten sie ihn; er aber ließ das Tuch fallen und lief nackt davon. Darauf führten sie Jesus zum Hohenpriester, und es versammelten sich alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten. Petrus aber war Jesus von weitem bis in den Hof des hohepriesterlichen Palastes gefolgt; nun saß er dort bei den Dienern und wärmte sich am Feuer. Die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat bemühten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu können; sie fanden aber nichts. Viele machten zwar falsche Aussagen über ihn, aber die Aussagen stimmten nicht überein. Einige der falschen Zeugen, die gegen ihn auftraten, behaupteten: Wir haben ihn sagen hören: Ich werde diesen von Menschen erbauten Tempel niederreißen und in drei Tagen einen anderen errichten, der nicht von Menschenhand gemacht ist. Aber auch in diesem Fall stimmten die Aussagen nicht überein. Da stand der Hohepriester auf, trat in die Mitte und fragte Jesus: Willst du denn nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen? Er aber schwieg und gab keine Antwort. Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten? Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen. Da zerriß der Hohepriester sein Gewand und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was ist eure Meinung? Und sie fällten einstimmig das Urteil: Er ist schuldig und muß sterben. Und einige spuckten ihn an, verhüllten sein Gesicht, schlugen ihn und riefen: Zeig, daß du ein Prophet bist! Auch die Diener schlugen ihn ins Gesicht. Als Petrus unten im Hof war, kam eine von den Mägden des Hohenpriesters. Sie sah, wie Petrus sich wärmte, blickte ihn an und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen. Doch er leugnete es und sagte: Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du redest. Dann ging er in den Vorhof hinaus. Als die Magd ihn dort bemerkte, sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der gehört zu ihnen. Er aber leugnete es wieder ab. Wenig später sagten die Leute, die dort standen, von neuem zu Petrus: Du gehörst wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein Galiläer. Da fing er an zu fluchen und schwor: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. Gleich darauf krähte der Hahn zum zweitenmal, und Petrus erinnerte sich, daß Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen. Gleich in der Frühe fassten die Hohenpriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat, über Jesus einen Beschluss: Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn Pilatus aus. Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es. Die Hohenpriester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Da wandte sich Pilatus wieder an ihn und fragte: Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie gegen dich vorbringen. Jesus aber gab keine Antwort mehr, sodass Pilatus sich wunderte. Jeweils zum Fest ließ Pilatus einen Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften. Damals saß gerade ein Mann namens Barabbas im Gefängnis, zusammen mit anderen Aufrührern, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten. Die Volksmenge zog (zu Pilatus) hinauf und bat, ihnen die gleiche Gunst zu gewähren wie sonst. Pilatus fragte sie: Wollt ihr, dass ich den König der Juden freilasse? Er merkte nämlich, dass die Hohenpriester nur aus Neid Jesus an ihn ausgeliefert hatten. Die Hohenpriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern. Pilatus wandte sich von neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Da schrien sie: Kreuzige ihn! Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie schrien noch lauter: Kreuzige ihn! Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu stellen, Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen. Die Soldaten führten ihn in den Palast hinein, das heißt in das Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen. Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf und grüßten ihn: Heil dir, König der Juden! Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, knieten vor ihm nieder und huldigten ihm. aNachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Zyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen. Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht. Dann kreuzigten sie ihn. Sie warfen das Los und verteilten seine Kleider unter sich und gaben jedem, was ihm zufiel. Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und eine Aufschrift (auf einer Tafel) gab seine Schuld an: Der König der Juden. Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links. [] Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Ach, du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Hilf dir doch selbst und steig herab vom Kreuz! Auch die Hohenpriester und die Schriftgelehrten verhöhnten ihn und sagten zueinander: Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen. Der Messias, der König von Israel! Er soll doch jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. Auch die beiden Männer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, beschimpften ihn. Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. 

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel 





Kommentar des heutigen Evangeliums  

Hl. Andreas von Kreta (660 – 740), Mönch und Bischof 
Predigt an Palmsonntag 

„Hosanna! Hochgelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels.“ (Joh 12,13)


Habe Mut, Tochter Zion, und fürchte dich nicht: „Dein König kommt zu dir. Demütig reitet er auf einem Esel, dem Jungtier einer Eselin“. Er kommt, der überall gegenwärtig ist und alles erfüllt, er kommt, um in dir das Heil aller zur Erfüllung zu bringen. Er kommt, „der nicht gekommen ist, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Umkehr“, um aus der Sünde zu lösen, die sich in sie verstrickt haben. Fürchte dich also nicht: „Gott ist in deiner Mitte, du wirst nicht wanken.“ Nimm ihn mit erhobenen Händen auf, dessen Hände deine Mauern aufgezeichnet haben. Nimm ihn auf, der bei sich alles zulässt, was unserer Art entspricht, außer die Sünde, um uns in sich aufzunehmen... Freue dich, Tochter Jerusalems, singe und tanze vor Freude... „Strahle auf, denn zu dir kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn erhebt sich über dir.“
Was ist das für ein Licht? „Das Licht, das in die Welt kommt und jeden Menschen erleuchtet.“: Das ewige Licht..., das in der Zeit erschienen ist; das Licht, das im Fleisch erschienen ist und seiner Natur nach verborgen ist; das Licht, das die Hirten einhüllte und die Magier führte; das Licht, das in der Welt war seit Anbeginn und durch das die Welt wurde und das die Welt nicht erkannte; das Licht, das zu den Seinen kam und das die Seinen nicht annahmen.
Und was ist die Herrlichkeit des Herrn? Zweifelsohne ist das das Kreuz, an dem Christus verherrlicht wurde, der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters. Er selbst sagte es, als sein Leiden bevorstand: „Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist verherrlicht in ihm und er wird ihn bald verherrlichen“. Die Herrlichkeit, von der er hier spricht, ist seine Kreuzesbesteigung. Ja, das Kreuz ist die Herrlichkeit Christi und seine Verherrlichung. Er hat es verkündet: „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen.“
(Bibl. Ref.: Sach 9,9; Lk 5,32; Ps 45,6; Jes 60,1; Joh 1,9-11; Hebr 1,3; Joh 13,31-32; Joh 12,32) 

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°



Samstag, 4. April 2009

Zum Palmsonntag


PREDIGT ZUM PALMSONNTAG



Kürzlich fragte mich eine Frau: "Haben es die Jünger damals leichter gehabt, an Jesus zu glauben, als wir? Sie sahen doch all die Zeichen, die Jesus tat." Unser Predigttext gibt uns eine Antwort darauf. Johannes schreibt: Das verstanden seine Jünger zunächst nicht. Seine Jünger waren dabei, aber sie verstanden ihren Meister nicht und konnten ihn sicher auch nicht verstehen.

Wenige Tage vor seinem Einzug in Jerusalem erweckte Jesus den toten Lazarus in Betanien und zeigte damit, dass er den Tod überwinden konnte. Ein verstorbener, geliebter Mensch kehrte aus dem Grabe ins Leben zurück. Die Einbahnstraße des Lebens wurde für einen Augenblick auch in der anderen Richtung begehbar. Ein Geschehen, das so endgültig ist wie der Tod, wurde zurückgenommen. Lazarus wurde seiner Familie wiedergegeben. Die Geschichte ist unglaublich, aber wahr. Lazarus war später Bischof von Zypern.

Jesus war Herr über den Tod und ging dennoch dem eigenen Tod mutig entgegen. Wer konnte diesen Widerspruch verstehen?

Das Volk? Sicher nicht!

Damals wie heute sind die Menschen auf Sensationen aus. Daran hat sich nichts geändert. Jesus hat einen Menschen von den Toten auferweckt. Das haben sie gehört und diesen Mann wollen sie sehen. Er kommt nach Jerusalem? Das kann nur heißen, dass er jetzt die Herrschaft antreten wird! Die Verheißungen aus der Schrift erfüllen sich.

Ganz Israel wartete damals auf den Messias, der sie aus der Herrschaft der Römer befreien würde. Ob Jesus dieser Messias war? Jesus war als Wanderprediger und Wundertäter bekannt, nun hatte er seine Macht über den Tod bewiesen. Er kam zwar als einfacher Mann, aber Gott ging seine eigenen Wege und die großen Propheten Israels traten auch stets bescheiden auf. War er wirklich der Messias? Die Hoffnung war groß und so kamen sie ihm mit Palmenzweigen entgegen.

Palmenzweige sind Zeichen des Friedens. Das Ganze war eine friedliche Demonstration unter den Augen der strengen Römer, die jeder kriegerischen Handlung mit Waffengewalt Einhalt geboten hätten. Aber so sahen sie nur friedliche Menschen, die jemanden begrüßen wollten, in dem sie ihren König sahen, wohl eins der religiösen Rituale, von denen es so viele in Israel gab. 

Israel war für die Römer ein erstaunliches Land, mit dem sie sich schwer taten. Sie waren gewöhnt, andere Völker niederzutreten. Die Militärmacht Rom beherrschte die Welt. Ihre Kaiser nannten sich gute Hirten und trugen einen Lorbeerzweig als Krone. Sie sahen sich als Friedensfürsten, denn in ihrem Reich konnte man sich ungehindert bewegen. Der Pax romana, der römische Frieden, machte Gewerbe und Handel im ganzen Mittelmeerraum möglich. Der römische Kaiser und seine Statthalter waren hochgebildete Menschen, aber hier in Israel begegneten sie einem ganz anderen Denken, das sie nicht verstehen konnten. Menschliches Denken und war es auch noch so sehr an philosophischen Fragen geschult, kam an seine Grenzen.

Jesus verhielt sich ganz anders, als man es nach menschlichem Ermessen erwarten konnte.
Die Menge jubelte ihm zu und feierte ihn als Friedensfürst. Das zeigten die Palmenzweige.
"Hosianna", riefen sie, die uralte Bitte: "Herr hilf uns!" Beides klingt in diesem Ruf durch: 

Jubel und Lob Gottes verbunden mit der Bitte um Hilfe. Und so geht ihr Rufen auch weiter:
"Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!"
Da kommt jemand im Namen des Herrn, das verstehen sie.

Was aber heißt das: Im Namen des Herrn?

Etwas im Namen des Herrn zu tun, ist eine große Verpflichtung. Dann stellt man seine eigenen Wünsche und Gedanken ganz zurück.

Wir feiern unsere Gottesdienste im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

In dem Moment, wo ich dieses Votum ausspreche, stelle ich die Zeit ganz und gar unter Gottes Führung. Nicht mehr das, was ich denke, meine oder fühle, soll gelten, sondern Gott selber soll in den Gebeten, in den Liedern und in der Predigt zu uns sprechen. Gottes Wort soll uns stärken und uns seinen Willen verständlich machen. 

"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen", verheißt uns Jesus. Da ist wieder dieser Ausspruch "in meinem Namen". Die Versammlung der zwei oder drei wird erst dann zu einem Gottesdienst, wenn sie in Jesu Namen versammelt sind und nicht um eigene Angelegenheiten zu regeln. 

Bei dem Einzug Jesu in Jerusalem verstehen die Menschen verstehen, dass etwas Besonderes geschieht. Da kommt jemand im Namen des Herrn und mehr noch: Sie nennen ihn den König von Israel.

Jetzt wird es aber kritisch: Der regierende König von Juda war Herodes, der König von Roms Gnaden. Plötzlich wird ein Titel ausgesprochen, den es seit den Tagen König Davids und Salomos nicht mehr gab: König von Israel. Jeder Jude wusste doch, dass das Königreich Israel schon vor langer Zeit untergegangen war. Israel gab es politisch nicht mehr. Also ein König ohne Land?

Die einen hören die wunderbare Erinnerung an die große Geschichte Israels und denken an König David und die glorreiche Vergangenheit. Die anderen hören die wunderbare Verheißung einer großen Zukunft. Einmal werden alle Stämme aus allen Völkern wieder gesammelt werden und alle Völker werden zum Berg Zion kommen. So haben es die großen Propheten verheißen. Einmal wird es so sein oder beginnt jetzt schon die herrliche Zukunft?

Die anderen hören den Namen eines Königs, den es so nicht gibt. Also ein Traumtänzer, ein Träumer, der die Realpolitik nicht versteht, aber immerhin jemand, der den Tod überwinden kann. Warum sollte er nicht auch in der Lage sein, die Zeit zurückzudrehen und Israel von neuem erstehen zu lassen?

Jedenfalls ist dieser Augenblick für alle etwas ganz besonders und sie feiern ihn. Ja, man soll Feste feiern, wie sie fallen! Der Einzug Jesu in Jerusalem wird im Kirchenjahr zweimal gefeiert: Einmal im Advent und heute am Palmsonntag. Es ist ein Festtag, an dem wir mit dem Volk Israel jubeln dürfen. Überall blühen Blumen und an den Salweiden erscheinen die Palmkätzchen. Der Frühling ist da, Das Leben siegt über den anscheinend so allmächtigen Tod. Der König kommt, der auch den Tod besiegen kann! Jesus kommt!

Die Menge geht ihm entgegen, jubelt und lobt Gott. Und wir heute?

Wie soll ich dich empfangen? Das Adventslied haben wir gesungen, weil es so sehr auch in diesen Gottesdienst passt.

Wie soll ich dich empfangen? Mit Blumen und Jubel, so wie man einen geliebten Menschen begrüßt. Mit Freude und offenen Armen! So sollen wir ihn empfangen, denn unser Gott kommt uns in Jesus Christus ganz nahe.

Und wie geht Jesus mit dem Jubel um? Lässt er sich feiern?
Er reitet auf einem Esel nach Jerusalem ein.

Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, so schreibt Johannes aus der Erinnerung, denn der Esel ist ihm wichtig. Die anderen Evangelisten sind da genauer und erzählen, wie Jesus seine Jünger aussandte und sich den Esel bringen ließ. Wieder gibt Jesus ein Zeichen, das erst im Rückblick verstanden wird.

David tanzte zum Spiel der Harfe vor seinen Soldaten. Andere Könige ritten auf einem Pferd in die Stadt ein, denn ein Pferd ist das Zeichen der militärischen Macht. Aber ein Esel?

Ein Esel ist das Reittier der Armen, das Lasttier, das geduldig auch schwerste Lasten trägt.

Auch heute noch sieht man im Vorderen Orient die kleinen grauen Esel, die schwer bepackt durch die Straßen trotten.

Mit dem Ritt auf dem Esel erfüllte Jesus eine Verheißung, die der Propheten Sacharja einst verkündet hatte. 

"Fürchte dich nicht, du Tochter Zion. Siehe, den König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen", so zitiert Johannes den Propheten Sacharja. Das Volk Israel durfte zur Zeit dieses Propheten aus der babylonischen Gefangenschaft heimkehren und stand vor dem Neubeginn, der keineswegs einfach war. Israel war umgeben von Feinden, die es vernichten wollten. Aber Gott verhieß dem Volk ein Friedensreich. Kein streitbarer König auf einem Schlachtross wird es aus aller Gefahr erlösen, sondern ein Friedenskönig, der auf einem Esel reitet.

Alle Träume von einem raschen Ende der römischen Herrschaft waren falsch, das erkennt Johannes in der Rückschau. Was immer wir in diesem Augenblick auch gedacht und empfunden haben, es war falsch, denn Gottes Ziel war ganz anders. Jesus ging seinen Weg zu seinem Opfertod am Kreuz ganz konsequent.

Wir haben gedacht und mit dem Volk gejubelt, dass der Herr über den Tod nun einzöge, aber Jesus kam nach Jerusalem um seinen Auftrag zu erfüllen.

Der Palmsonntag ist der 1. Tag der Karwoche, in der auch wir mit Jesus den Weg zum Kreuz gehen.

Den Tod überwinden? Alles Leid der Welt besiegen? Das geht nicht mit Gewalt.

Viele haben versucht, mit Gewalt Unheil zu besiegen, aber Gewalt hat immer nur Gewalt hervorgebracht. Kürzlich sah ich im Offenburger Tagblatt eine interessante Karikatur: Ein gewaltiges Kanonenrohr, auf dem Obama steht, feuert, aber keine todbringende Kanonenkugel sondern stattdessen einen Blumenstrauß.

Wie ist das, wenn alles ganz anders ist, als man erwartet? Wenn eine waffenstrotzende Weltmacht plötzlich Teamarbeit und Frieden anbietet? Im Tun wird sich Obamas Friedensinitiative bewähren müssen.

Jesus hatte mit der Auferweckung des Lazarus noch nicht den Tod überwunden. Er hatte ein Zeichen gesetzt und sagte seinen Jüngern: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und stirbt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.

Die Jünger sahen damals mit vielen anderen Menschen, Lazarus aus seinem Grabe kommen, aber Wirklichkeit wurde die Auferstehung erst durch Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung am Ostermorgen.

Die Jünger sahen Jesus auf einem Esel nach Jerusalem hineinreiten, aber Wirklichkeit wurde der Friedenskönig auch erst durch Jesu Tod und Auferstehung

Jetzt erst nachdem alle Prophezeiungen erfüllt waren, war das Zeichen zur Tatsache geworden. So sieht es Johannes in der Rückschau auf die Ereignisse vom Palmsonntag.

"Fürchte dich nicht, du Tochter Zion. Siehe dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen!"

Dieses Wort aus dem Propheten Sacharja gilt noch immer, so weiß Johannes nun in der Rückschau. Jesus kommt und möchte empfangen werden. Er ist nicht nur damals in Jerusalem eingezogen, sondern er ist immer wieder auf dem Weg zu uns. Nicht mit Gewalt, sondern als Friedensbringer. Er bringt Frieden, den Frieden, der höher ist als alle Vernunft und der das größte Geschenk ist.

Vernunft kann nicht Grenzen überwinden. Vernunft sieht Grenzen, Leid und Tod, kann dem
aber nichts entgegensetzen. Doch Jesus Christus kann das, Er ist Leid und Tod nicht ausgewichen, sondern hat zu dem Weg, den Gott für ihn vorgesehen hatte, ja gesagt. Er hat sich nicht gewehrt, sondern das auch sich genommen, was notwendig war, damit wir zu Gott zurückkehren können.

Ist das nicht ein Grund, diesen herrlichen Friedenskönig bei uns aufzunehmen und ihn mit Freude willkommen zu heißen?

Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Die Pharisäer beschlossen seinen Tod. Jesus wurde getötet und alles schien zuende zu sein. Aber selbst sie konnten damit nichts erreichen! Nach der Auferstehung begann der Siegeszug Jesu Christi erst recht. Die jungen Christen mussten sich gegen Rom durchsetzen. Sicher hat Johannes mit diesem Satz auch den Herrschern seiner Zeit sagen wollen: "Ihr könnt gegen Jesus Christus“ nichts ausrichten und wenn Ihr es noch so sehr versucht!!"

Heute, in unserer Zeit, ist das Evangelium wieder in Bedrängnis. Machen wir uns nichts vor:
Jesu Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen wird verleugnet und nicht mehr verstanden. Es feiern nur wenige mit uns den Palmsonntag. Aber gerade deshalb möchte ich auch uns heute gegen alle Atheisten und Besserwisser auf die Palmenzweige schreiben:

"Hosianna! Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn!" 

Amen

PALMSONNTAG

Start:     Apr 5, '09
Photobucket

Hosanna dem Sohne Davids!
Gepriesen, der kommt im Namen des Herrn,
der König von Israel. Hosanna in der Höhe!

Isidor von Sevilla

Start:     Apr 4, '09
Isidor von Sevilla (* um 560 in Cartagena, Spanien; † 4. April 636 in Sevilla) wurde als Nachfolger seines Bruders Leander Bischof von Sevilla.

Donnerstag, 2. April 2009

Novene zur göttlichen Barmherzigkeit

Start:     Apr 10, '09 11:00a
End:     Apr 18, '09
Erster Tag
Jesus: "Heute führe Mir die ganze Menschheit zu, besonders alle Sünder, und tauche sie ein in den Ozean
Meiner Barmherzigkeit. Damit verringerst du die Bitternis um die verlorenen Seelen."
Wir bitten um Barmherzigkeit für die ganze Menschheit.
Barmherziger Jesus, Du bist Erbarmen und Verzeihung, schaue nicht auf unsere Sünden, sondern auf das
Vertrauen, welches wir auf Deine unendliche Güte setzen. Nimm uns alle auf in Dein mitleidvolles Herz und weise
niemanden zurück. Wir flehen zu Dir durch die Liebe, welche Dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist vereint.
Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen Augen auf die ganze Menschheit herab, vor allem auf die armen
Sünder, deren einzige Hoffnung das barmherzige Herz Deines Sohnes und unseres Herrn Jesus Christus ist. Durch
sein schmerzhaftes Leiden schenke uns Deine Barmherzigkeit, auf dass wir alle zusammen Deine Allmacht in
Ewigkeit lobpreisen. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
--------------------------------------------------------------------------------------------

Zweiter Tag
Jesus: "Heute führe Mir alle Priester und gottgeweihten Seelen zu, tauche sie ein in Meine abgrundtiefe
Barmherzigkeit. Sie gaben Mir die Kraft, Mein bitteres Leiden durchzustehen. Wie durch Kanäle wird sich durch sie
Meine Barmherzigkeit über die ganze Menschheit ergießen."
Beten wir für die Priester und Ordensleute.
Barmherziger Jesus, von dem alles Gute kommt, vermehre die Gnade in den Seelen der Priester und
Ordensleute, damit sie würdig und voll Vertrauen alle Werke der Barmherzigkeit verrichten, und dass sie durch
Wort und Tat ihre Nächsten dem Vater der Barmherzigkeit im Himmel zuführen und Ihn verherrlichen wie es Ihm
gebührt.
Ewiger Vater, wirf einen mitleidigen Blick auf die Auserwählten Deines Weinberges, die Priester und Ordensleute,
und lass ihnen die Gnade Deines Segens zukommen. Durch die Güte des Herzens Jesu schenke Ihnen Lic ht und
Kraft, damit sie die Menschen auf den Weg des Heils lenken mögen, um mit ihnen in Ewigkeit Deine grenzenlose
Barmherzigkeit zu verherrlichen. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

--------------------------------------------------------------------------------------------------

Dritter Tag
Jesus: "Heute führe Mir alle treuen und frommen Seelen zu: tauche sie ein in den Ozean Meiner Barmherzigkeit.
Diese Seelen stärken Mich auf Meinem Leidensweg, sie waren der Tropfen Trost im Meer der Bitternis."
Beten wir für die treuen Christen.
Barmherziger Jesus, der Du die Gnadenschätze Deiner Barmherzigkeit im Übermaß allen Menschen schenkst,
nimm alle treuen Christen in das Heim Deines heiligsten Herzens auf und verweise uns daraus in Ewigkeit nie. Wir
flehen zu Dir, in Deiner unbegreiflichen Liebe zum himmlischen Vater und zu uns, welche Dein Herz verzehrt.
Ewiger Vater, schau mit liebenden Augen auf die treuen Seelen, das Erbe Deines Sohnes, und durch die
Verdienste Seines bitteren Leidens gewähre ihnen Deinen Segen und umgib sie mit Deinem Schutz auf ewig. Lass
nie zu, dass sie die Liebe und den Schatz des heiligen Glaubens verlieren, sondern gib, dass sie im Verein mit allen
Engeln und Heiligen Deine Barmherzigkeit ewig loben. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vierter Tag
Jesus: "Heute führe Mir die Heiden zu und diejenigen, welche Mich noch nicht kennen. Meines bitteren Leidens
habe Ich auch ihrer gedacht und ihr später Eifer tröstete Mein Herz. Tauche sie nun ein in den Ozean Meiner
Barmherzigkeit."
Beten wir für die Heiden und Ungläubigen.
Barmherziger Heiland, Du Licht der Welt, nimm die Seelen aller Heiden und Ungläubigen, welche Dich noch nicht
kennen, auf in den Hort Deines allbarmherzigen Herzens. Möge das Licht Deiner Gnade sie erleuchten, damit sie
zusammen mit uns die Herrlichkeiten Deiner Barmherzigkeit ewig loben.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Heiden und all derer, welche Dich noch nicht kennen. Auch
sie sind im barmherzigen Herzen Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, eingeschlossen. Führe sie zu Dir
im Lichte des Evangeliums, damit auch ihnen das Glück, Dich zu lieben, zuteil werde. Mach, dass sie die
Freigebigkeit Deiner Barmherzigkeit ewig loben. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fünfter Tag
Jesus: "Bringe mir heute die Seelen der Ketzer und Abtrünnigen: tauche sie ein in das Meer Meiner
Barmherzigkeit. Sie waren es, die Meinen Leib und Mein Herz, also die Kirche, während Meines bitteren Leidens
zerfleischten. Wenn sie aber in den Schoß der Kirche zurückkehren, heilen sie Meine Wunden, und Ich empfinde
Trost in Meinem Leiden."
Beten wir für die im Glauben Irrenden.
Barmherziger Jesus, Du bist die Güte selbst und versagst keinem das Licht, wenn er es von Dir erbittet. Nimm alle
Ketzer und Abtrünnigen und im Glauben Irrenden auf in Dein barmherziges Herz. Durch Dein Licht führe sie in den
Schoß der Kirche. Verweise sie nicht aus Deinem Schutz, sondern hilf, dass auch Sie die Freigebigkeit Deiner
Barmherzigkeit loben.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die Seelen der Ketzer und Abtrünnigen, welche verstockt, in ihren Fehlern
verharrend, Deine Gnaden missbraucht haben. Schaue nicht auf ihre Bosheit, sondern auf die Liebe und das
Leiden Deines Sohnes. Gib, dass sie bald zur Herde zurückkommen und zusammen mit uns Deine Barmherzigkeit
ewig verherrlichen. Amen.
Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

--------------------------------------------------------------------------------------------

Sechster Tag
Jesus: "Bringe Mir heute die sanftmütigen und demütigen Seelen, sowie die der kleinen Kinder: tauche sie ein
in Meine Barmherzigkeit. Sie sind Meinem Herzen am ähnlichsten und sie stärkten Mich in Meinem schmerzhaften
Todeskampf. Damals sah Ich sie gleich Engeln auf Erden Meine Altäre bewachen. Auf sie werde Ich also Fluten
von Gnaden gießen, denn nur die demütige Seele, in welche Ich Mein ganzes Vertrauen setze, ist imstande, Meine
Gaben zu empfangen."
Beten wir für die Kinder und die demütigen Seelen.
Barmherziger Jesus, Du hast gesagt: "Lernet von Mir, denn Ich bin sanftmütig und demütig von Herzen." Nimm in
Deinen Schutz die Seelen der kleinen Kinder und die Seelen derer, die wie jene sanftmütig und demütig sind. Sie
sind wie duftende Blumen vor dem göttlichen Throne, wo Gott sich am Wohlgeruch ihrer Tugend erfreut.
Verschließe diese Seelen in Deinem Herzen, wo sie unaufhörlich die Liebe und Barmherzigkeit Gottes lobpreisen.
Ewiger Vater, voll Freude schaust Du auf die Seelen der Sanftmütigen und Demütigen und die der kleinen Kinder.
Sie sind dem Herzen Deines Sohnes besonders teuer. Durch ihre Eigenschaft sind sie Jesus so ähnlich und
besitzen dadurch unvergleichliche Kraft vor Deinem Throne. Wir bitten Dich, allgütiger Vater, um der Genugtuung
willen, segne die ganze Welt, damit wir unaufhörlich Deine Barmherzigkeit preisen. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Siebter Tag
Jesus: "Bringe Mir heute diejenigen Seelen, welche Meine Barmherzigkeit ganz besonders verehren und
verherrlichen. Diese Seelen nehmen am meisten Anteil an Meinem Leiden und drangen am tiefsten ein in Meinen
Geist. Sie sind lebendige Abbilder Meines barmherzigen Herzens. Diese Seelen werden im kommenden Leben in
besonderem Glanz erstrahlen, und keiner wird der Hölle anheimfallen. In der Todesstunde werde Ich ihnen allen
beistehen."
Beten wir für diejenigen, welche die göttliche Barmherzigkeit verehren und verbreiten.
Barmherziger Heiland, nimm in den Schutz Deines Heiligsten Herzens alle jene, welche die Größe Deiner
Barmherzigkeit verehren und verbreiten. Versehen mit der Kraft Gottes selbst, immer auf Ihn vertrauend, dem
Willen Gottes gefügig, tragen sie auf ihren Schultern die ganze Menschheit und erlangen ihr unaufhörlich Gnade
und Verzeihung vom himmlischen Vater. Mögen sie in ihrem Eifer bis zum Ende nie erlahmen. In ihrer Todesstunde
sei ihnen nicht Richter, sondern barmherziger Erlöser.
Ewiger Vater, blicke gnädig hernieder auf die Seelen, welche besonders Deine unerforschliche und unbegreifliche
Barmherzigkeit verehren und verherrlichen. Eingeschlossen im Herzen Deines Sohnes, sind sie wie ein lebendiges
Evangelium. Ihre Hände sind voller Barmherzigkeit, und ihre von Freude überströmende Seele singt Deinen
Ruhmgesang. Milder Gott, schenke ihnen Barmherzigkeit nach dem Maße ihres Vertrauens, damit sich das
Versprechen unseres Erlösers erfülle, dass Du diejenigen ihr Leben lang beschützt und sie in ihrer Todesstunde
verteidigst, welche das Mysterium Deiner Barmherzigkeit verehren und verbreiten. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
----------------------------------------------------------------------------------------------

Achter Tag
Jesus: "Bringe Mir heute die Seelen im Fegefeuer und versenke sie in den Abgrund Meiner Barmherzigkeit, damit
die Ströme Meines Blutes ihre Leiden lindern! Alle diese Seelen sind Mir teuer, während sie der göttlichen
Gerechtigkeit Genüge tun. Ihr habt die Möglichkeit, ihnen Linderung zu verschaffen, in dem ihr aus den Schätzen
der Kirche schöpft durch Ablässe und Opfer der Wiedergutmachung ... O könntet ihr doch ihre Qualen sehen, ihr
würdet nicht aufhören, ihnen das Almosen eures Gebetes zukommen zu lassen und ihre Schuld an Meine
Gerechtigkeit abzuzahlen."
Beten wir für die Armen Seelen im Fegefeuer.
Barmherziger Heiland, Du hast gesagt: "Seid barmherzig, wie Mein Vater barmherzig ist." Wir bitten Dich, nimm in
Dein liebevolles Herz die Armen Seelen im Fegefeuer, welche Dir so teuer si nd und der göttlichen Gerechtigkeit
Genüge tun. Mögen die Ströme des Blutes und Wassers, die aus Deinem verwundeten Herzen quellen, die
Flammen des Fegefeuers löschen, damit sich auch dort die Macht Deiner Barmherzigkeit kundtue.
Ewiger Vater, sieh mit Deinen barmherzigen Augen herab auf die Seelen im Fegefeuer, und um der schmerzhaften
Leiden unseres Heilands und um der Bitterkeit willen, die in jenen Stunden, die unter Deinem gerechten Blick
stehen. Wir bitten Dich, Du mögest auf diese Seelen nur durch die Wunden Deines geliebten Sohnes
herabschauen, überzeugt, dass Deine Güte und Barmherzigkeit ohne Grenzen ist. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
------------------------------------------------------------------------------------------

Neunter Tag
Jesus: "Bringe Mir heute die lauen Seelen und tauche sie ein in das Meer Meiner Barmherzigkeit. Diese Seelen
verwunden Mein Herz am schmerzlichsten. Vor ihnen ekelte Mir am meisten im Ölgarten, und sie entrissen mir die
Klage: 'Vater, laß diesen Kelch an Mir vorübergehen! Jedoch nicht Mein, sondern Dein Wille geschehe!' Für sei ist
Meine Barmherzigkeit die letzte Rettung."
Beten wir für die lauen Seelen.
Barmherziger Heiland, Du bist die Güte selbst, nimm in den Schutz Deines barmherzigen Herzens alle lauen
Seelen. Mögen die eisigen Seelen - der Fäulnis des Todes gleich und Dich bisher mit Abscheu erfülle nd - sich
erwärmen am Feuer Deiner reinen Liebe. O mitleidigster Jesus, gebrauche Deine Barmherzigkeit und nimm sie auf
in den Brennpunkt Deiner Liebe, damit auch sie, von neuem Eifer beseelt, Dir dienen mögen.
Ewiger Vater, blicke gnädig herab auf die lauen Seelen, die ja auch Gegenstand der Liebe des barmherzigen
Herzens Deines Sohnes, unseres Erlösers sind. Gott der Barmherzigkeit und allen Trostes, wir bitten durch die
Verdienste des ganzen Lebens und Leidens Deines Sohnes sowie durch seinen dreistündig en Todeskampf am
Kreuze, entflamme sie in Liebe, damit sie aufs neue die Erhabenheit Deiner Barmherzigkeit verherrlichen in alle
Ewigkeit. Amen.

Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit

Am Anfang (auf den ersten drei Perlen):
Vater unser... Gegrüßet seist du Maria... Ich glaube an Gott...
Auf den großen Perlen des Rosenkranzes:
"Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,
um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
und für die Sünden der ganzen Welt."
Auf den kleinen Perlen zehnmal:
"Durch sein schmerzhaftes Leiden
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende des Rosenkranzes dreimal:
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."